“Wie der Künstler, so sein Werk”

“Wie der Künstler, so sein Werk”

Bereits 2009 präsentierte die gebürtige Bulgarin Anelia Peschev ihre Stücke auf der Vienna Fashion Week. Von dort führte sie ihr Weg unter anderem nach New York und Paris. Zurück in ihrer Heimat Wien präsentiert sie am 12. September um 20 Uhr die neue Spring/Summer Kollektion 2018. Diese dreht sich um ein Zusammenspiel von Gegensätzen und den Balanceakt von Design und Kunst. Im Interview gewährt uns die Designerin einen Einblick in ihre neue Kollektion.

 

Was können Sie uns über die diesjährige Kollektion verraten?

Bei der neuen Kollektion dreht sich alles um Balance. Um die Balance zwischen warmen und kalten Tönen. Ein Zusammenspiel aus shocking fuchsia und divine blue. Außerdem fokussiert sich die Kollektion auf Kurven und Weiblichkeit. Die Key Pieces stellen unter anderem Schlauchkleider, Parka und over-sized Stücke dar. Zeitgemäß liegt der Fokus unter anderem auf Schulter- und Armpartie, weshalb viele schulterfreie Modelle zu sehen sein werden. Zusammengesetzt aus extravaganten glänzenden Stoffen und starken Statement Pieces, fängt die neue Kollektion den Shock of Shine der 80s ein.

Ihre Mode hat also immer auch einen gewissen symbolischen Charakter?

Auf jeden Fall. Das Zebra steht für mich für die Vereinigung von Gegensätzen. Schwarz und weiß, feminin und maskulin. Diese Ambivalenz soll mit der neuen Kollektion eingefangen werden. Maskuline Stoffe in Kombination mit einem femininen Schnitt und umgekehrt stehen im Kontrast zu einander und ergänzen sich gleichzeitig.

© Anelia Peschev/Stefan Armbruster; Styling: Sammy Zayed; Make-up: Melanie Kania;
 Model: Emilia Schwarz/Wiener Models

Was inspirierte Sie dazu?

Wien ist immer eine Inspiration für mich. Ich liebe Wien. Aber natürlich findet man als Designerin an verschiedensten Orten Anregungen für seine Stücke. Mich inspiriert meine Geburtsstadt Sofia und andere Eindrücke, die mich beim Reisen auf neue Ideen bringen. Neue Trends beziehe ich auch als Inspiration in meine Kollektionen mit ein. Vor allem jedoch zeichnet sich in meiner Arbeit auch meine geistige Entwicklung ab. Der Mensch entwickelt sich ständig weiter und das möchte ich auch in meinem Beruf einfangen und ausleben. Wie der Künstler, so sein Werk.

Wie geht es Ihnen jetzt kurz vor der Show?

Ein positiver Mix aus Freude und Spannung würde ich sagen. Diese Saison habe ich wieder eine ganze Garderobe kreiert. Von Day-Ware bis Abendkleidern sind auch dieser Kollektion keine Grenzen gesetzt.

Außerdem hat Georg Buchegger, speziell für die Show auf der Vienna Fashion Week, Musik aus verschiedenen musikalischen Stücken zusammengestellt. Es handelt sich dabei sowohl um moderne, als auch um Lieder aus den Achtzigern, die perfekt auf die Kollektion abgestimmt sind.

Erst waren Sie als Model tätig, dann wechselten Sie zum Design. Was hat Sie dazu bewogen diesen Weg einzuschlagen?

Mode war schon immer meine größte Leidenschaft. Der Geschmack wurde mir von meiner Mutter praktisch in die Wiege gelegt und bereits als Kind fertigte ich hunderte Zeichnungen von Kleidern an. Erst durchs Modeln und nun das Design kann ich dieser Leidenschaft täglich nachgehen. Es fühlt sich schon immer, neben bewussten Entscheidungen, auch so an als sollte alles einfach passieren.

Jetzt haben Sie Ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Vor der Fashion Week ist Ihr Terminkalender sicherlich reichlich gefüllt?

Das stimmt. Allem voran wird die neue Kollektion fertig gestellt. Hier ist mir mein Team sehr, sehr wichtig. Es stehen Lookbook und Kampagnen Shoots mit meinem Fotografen Stefan Armbruster an. Er und gleichermaßen mein Stylist Sammy Zayed helfen mir stets meine Visionen ins Leben zu rufen und meine Ideen zu verwirklichen.

Anelia Peschev

© Stefan Armbruster

Titelbild: © Stefan Armbruster

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WRITTEN BY:

Student of Communication and Publication | Journalism & Photography Buff

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